Blog

  • In Trondheim

    Am Samstag Abend erreichten wir unsere neue Unterkunft, ein Reihenhaus in Ranheim, einer Vorstadt von Trondheim. Von dort waren wir mit dem Bus in weniger als einer halben Stunde in der Innenstadt von Trondheim.

    Bei unserer ersten Erkundungstour durch Trondheim liefen wir vom Nidarosdomen über die Fußgängerzone mit unzähligen bunten Regenschirmen und den modernen Bahnhof zum Fährterminal am Hafen. In einer Seitengasse entdeckten wir dabei den örtlichen Comicshop, das Outland, und wir aßen unser erstes Softeis in Norwegen.

    Am Montag legten wir einen Tag im Pibadet, einem Erlebnisbad am Hafen mit Sicht auf die Insel Munkholen, ein. Dort gab es unter anderem ein Wellenbad, ein Außenbecken, zwei Rutschen, ein Dampfband und die obligatorischen Schwimmbadpommes. Zurück in unserer Unterkunft sahen wir am Abend noch die ersten Minuten eines Fußballspiels einer Damenmannschaft von Ranheim von unserem Balkon aus. Außer dem Hauptplatz mit Stadion und Flutlicht gab es beim Ranheim Idrettsplass noch mehrere kleine Trainingsplätze und ein großes Trainingsgebäude direkt neben unserem Haus.

  • Nach Trondheim

    Auf dem letzten Abschnitt am Kystriksveien machten wir wieder an einem wunderschönen Rastplatz Mittagspause. Die Kinder versenkten Steine im Fjord und schafften es einige Steine mehrfach zu flitschen. Auf der Fahrt nach Steinkjer schauten uns, wie auch an den Tagen zuvor, mehrfach Schafe seelenruhig von unmittelbar neben der Straße beim Vorbeifahren zu. In Steinkjer wechselten wir auf die E6, auf der wir schon bei der Hinfahrt unterwegs waren.

    Zwischen Steinkjer unter Trondheim änderte sich die Landschaft deutlich und wir fuhren erstmal seit längerem an noch nicht geernteten Getreidefeldern vorbei. Eine gute Stunde vor unserem Ziel Ranheim in Trondheim machten wir am Nachmittag wegen der langen Fahrt einen spontanen Abstecher zur Klosterruine Munkeby. Beim Selbstbedienungskühlschrank des neuen Klosters kauften wir anschließend, natürlich per Kartenzahlung, einen leckeren Klosterkäse.

  • Weiter auf dem Kystriksveien

    Weiter ging es zu unserer letzten Unterkunft am Kystriksveien, die wir noch spontan am Morgen gebucht haben. Nach der üblichen Fährfahrt und einer Mittagspause am sehr idyllisch am Eiterfjorden gelegenen Coop-Supermarkt Naustbukta ging es für einen Abstecher nach Rorvik auf der Insel Vikna. Dort besuchten wir das Küstenmuseum. Beim elektronischen Spiel in der Ausstellung haben wir zwar den 30-Tage-Rekord geknackt, mussten dann aber abbrechen, weil das Museum um 16 Uhr schließt. Wir hatten danach noch Zeit vor der nächsten Fähre zu unserer Unterkunft und fuhren zur alten Kirche von Naeroy nahe Rorvik. Die Kirche lag jedoch unerreichbar für uns auf einer Insel, so dass wir dann doch eine Weile auf die Fähre warten mussten.

    Von unserer Unterkunft, einem älteren, abgelegenen Haus, machten wir einen abendlichen Spaziergang an den Strand. Dabei trafen wir einen lokalen Elch.

  • Auf Vega

    Am Donnerstag ging es am Vormittag mit der Fähre zur Insel Vega. Nach einer Mittagspause kletterten wir die über 1500 der Vega-Treppe zum Ravnfloget hoch. Dort gab es neben einem großen Vogel aus Stein eine faszinierende Aussicht.

    Da wir einige Zeit auf dem Ravnfloget verbracht haben, war nach dem Rückweg das Verdensarvsenter (Welterbezentrum) auf Vega, das wir ebenfalls besuchen wollten, leider bereits geschlossen. Auf dem Weg zurück zu unserer Unterkunft wurden wir dann zweimal von einem Begleitfahrzeug durch eine größere Straßenbaustelle gesteuert. Wir sind zwar erst spät angekommen, aber um neun gab es dann noch leckeres Essen im kleinen Restaurant der Unterkunft.

  • Durch den Torghatten

    Nachdem wir erst kurz vor Mitternacht am Campingplatz Yttervik angekommen waren, haben wir den Dienstag ziemlich ruhig verbracht. Wir waren in Mo i Rana, wo sich der Zweitsitz der norwegischen Nationalbibliothek befindet. Dieser ist allerdings in einem Bunker nicht öffentlich zugänglich. Hier deshalb stattdessen noch ein zweites Bild vom Ranfjord.

    Am Mittwoch ging es durch einen mehr als 10 km langen Tunnel wieder zurück zum Kystriksveien. Die Route mit den vielen Inseln und Fjorden ist absolut beeindruckend. Nach der Helgelandsbrücke folgten die nächsten beiden Fähren. Diesmal waren wir besser vorbereitet, so dass wir nicht lange warten mussen. Entsprechend kam wir am frühen Nachmittag am Torghatten an. Die Wanderung durch hat nicht lange gedauert, aber das riesige Loch im Berg hat zumindest mir ordentlich Respekt eingeflößt. Am Fuß des Berges waren dann alle außer mir noch mit den Füßen im angeblich nicht kalten Wasser.

    Danach ging es weiter zur nächsten Unterkunft im Somna Kro & Gjestegard, einem gemütlichen Motel in einem größeren (Holz-)Gebäudekomplex mit verschiedenen Einrichtungen der Kommune Somna.

  • Beim Schwarzeis

    Vom Campingplatz in der Nähe von Bodo sind wir zur ersten Etappe auf dem Kystriksveien (Straße Fv 17) entlang der Helgeland-Küste aufgebrochen. Nach einem kurzen, eher zufälligen Stopp am bekannten Rastplatz Ureddplassen war unser erstes Ziel am Kystriksveien die Zunge Engenbreen des Svartisen (Schwarzeis)-Gletschers.

    Nach einiger Wartezeit auf die dortige Fähre und der Überfahrt selbst, konnten wir uns kurz nach Mittag endlich auf den Weg zum Gletscher machen. Der Feldweg am Anfang war bequem begehbar. Der zweite Teil des norwegischen Wanderwegs war für uns ein größeres Abenteuer. Es ging über manchmal glatte, teils steile Felsen. Der Weg war zwar gut markiert, aber trotzdem standen wir einmal ratlos vor einem Abhang, weil wir an einer Markierung vorbeigelaufen waren. An einigen Stellen waren wir näher am Klettern, als am Wandern. Dafür gab es am Ziel etwas unterhalb der Gletscherzunge eine trotz Nebels beeindruckende Sicht auf das schmelzende Eis. Fast noch schöner war die Aussicht auf den türkisen Gletschersee unter uns.

    Nach dem für uns ebenfalls anstrengenden Rückweg ging es nochmal zum Campingplatz Yttervik am Ranfjord, an dem wir bereits bei der Fahrt nach Norden übernachtet hatten. Die beiden Fähren, auf die wir nacheinander mussten, waren leider so getaktet, dass wir statt 3,5 Stunden, wie im Navi angegeben, 5,5 Stunden für die Fahrt gebraucht haben. So haben Konstantin und ich ca. um Mitternacht bei Dunkelheit zum ersten Mal bei dieser Fahrt unser neues Zwei-Mann-Zelt aufgebaut.

  • Luftfartsmuseum und Saltstraumen

    Wir haben auf einem Campingplatz am Saltstraumen in der Nähe von Bodo in einem Wohnwagen übernachtet. Obwohl es der größte Wohnwagen war, der dort stand, war es ziemlich eng und sowohl der Wohnwagen, als auch der Campingplatz, waren nicht mehr im besten Zustand.

    In Bodo waren wir in der dortigen, sehr beeindruckenden Bibliothek mit vielen Besuchern. Im Norsk Luftfartsmuseum waren wir im alten Kontrollturm des Flughafens in Bodo und haben sehr viele verschiedene Flugzeuge gesehen. Benjamin und ich waren gemeinsam im ersten elektrischen (Leicht-)Flugzeug in Norwegen gesessen.

    Abends waren wir dann noch am stärksten Gezeitenstrom der Welt – dem Saltstraumen. Von der Saltstraumbrücke ganz in der Nähe unseres Campingsplatzes konnten wir direkt auf den starken Strom unter uns schauen. Dem Wasser zuzuschauen, wie es über- und ineinander fließt, war sehr faszinierend. Danach haben die Kinder im Supermarkt zwischen Brücke und Campingplatz Eis gekauft. Diesmal haben wir zwar nicht versehentlich Lakritzeis erwischt, wie im Arctic Salmon Center am Tag davor, aber ein Eis ist leider auf die Straße gefallen. Trotzdem war es ein schöner Abend!

  • Lachse und Elche

    Nachdem wir mit der Fähre von Svolvaer in Skutvik angekommen sind, haben wir einen Wegweiser zum Arctic Salmon Center gesehen und waren spontan dort. Das Infozentrum gehört zu einer Lachsfarm in der Nähe von Skutvik. Zwar waren gerade keine Lachse in den Pens (runde Käfige), aber dafür haben wir im Infozentrum eine persönliche, ausführliche Erklärung zur Lachszucht bekommen.

    Während der Autofahrt von Skutvik nach Bodo haben wir dann unsere ersten echten Elche gesehen. Vor uns stand mit einem Mal ein großes Tier seelenruhig mitten auf der Straße. Noch während der Elch gemächlich im Wald verschwunden ist, folgten zwei Elchkälber von der anderen Straßenseite und sind über die Straße gerannt.

  • Arctic Race

    Am Tag vor unserer Abreise aus Hovden waren Sara, Konstantin, Fabian und ich bei der ersten Etappe des Arctic Race of Norway. Als wir das erste Mal davon gehört haben, dachten wir, dass es sich um eine Autorallye handelt. Stattdessen ist das Arctic Race ein viertägiges Fahrradrennen. Gefühlt war die halbe Stadt Myre mit gut 2000 Einwohnern dabei und die Stimmung war fantastisch. Wir standen direkt an der Ziellinie, die die Fahrer zweimal überqueren mussten, weil es noch eine finale Runde in Myre gab. Die Zieleinfahrt geht wahnsinnig schnell, aber selbst der letzte Fahrer wurde noch toll angefeuert.

    Heute sind wir mit der Fähre von den Vesteralen zu den Lofoten übergesetzt. Hier hat es bisher unentwegt geregnet. Statt uns Svolvaer anzuschauen, wo wir aktuell sind, waren wir am Nachmittag die meiste Zeit in einem Einkaufszentrum. Morgen geht es wieder mit der Fähre weiter nach Bodo.

  • Sonnenfinsternis am Strand

    Der Abend heute war einfach toll. Passend zur Sonnenfinsternis kam die Sonne hinter den Wolken hervor. Am späten Nachmittag sind wir zum Strand Sandvika gefahren. Dort gab es einen kleinen Bach, an dem wir schon gestern waren. Wir haben den Bach, den man im Vordergrund mit Steinen gestaut und mehrmals geflutet. Parallel haben wir die Sonnenfinsternis, die wechselnden Schatten und das faszinierende Licht am Strand erlebt.

    Am Vormittag ist ein Fischotter ein paar Meter entfernt von uns ins Meer gelaufen. Das ging sehr schnell, so dass ich nur seine Spuren im Sand fotografieren konnte.

    Die Temperaturen hier sind sehr konstant. Dafür ändert sich das Wetter schnell. Windig ist eigentlich immer und es regnet häufig. Von Nieseln bis kurzzeitigen Sturzregen hatten wir schon mehrere Varianten. Gestern waren wir bei gelegentlichem Regen in Straume. Laut Wikipedia ist das eine Ansiedlung mit 328 Einwohnern, die für statistische Zwecke als Tettsteder (städtische Siedlung) gewertet wird. Zwar gibt es in dem Ort eine Kirche, eine Schule, ein Hotel und einen Sportplatz, aber am längsten waren wir im Supermarkt.